Arbeitshilfen und Inspiration zur Innenentwicklung

Der Bund und die Kantone, aber auch Fachorganisationen wie EspaceSuisse haben eine Reihe von Arbeitshilfen verfasst, die bei der Umsetzung der Siedlungsentwicklung nach innen hilfreich sind. Hier finden Sie eine Auswahl, die laufend wächst.

EspaceSuisse/ARE: Regelungen zur Förderung der Verdichtung und zur Beseitigung von Verdichtungshemmnissen

Auf dem Weg der Innenentwicklung sind viele Hindernisse zu überwinden: Soziokulturelle, technische, wirtschaftliche und vor allem auch rechtliche Hindernisse können die Verdichtung erschweren. EspaceSuisse zeigt im Auftrag des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) in einem Bericht auf, wie mit diesen Hindernissen im Recht umgegangen werden kann und welche Regelungen eine qualitätsvolle Verdichtung explizit fördern.

Bericht des ARE: Modellvorhaben Siedlungsentwicklung nach innen 2018

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) fördert in seinem Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» innovative Lösungsansätze in der Raumplanung auf lokaler und regionaler Ebene, darunter Projekte zur Siedlungsentwicklung nach innen. Ein anschaulicher, 2018 erschienener Bericht bietet Inspiration und Anleitung. Vorgestellt werden sieben Projekte aus allen Landesteilen, sowie Erfolgsfaktoren.

EspaceSuisse: Sammelband Gute Beispiele der Innenentwicklung 2016-2017

Sammelband Gute Beispiele der Innenentwicklung 2016-2017

Der Schweizer Raumplanungsverband EspaceSuisse beschäftigt sich seit Jahren mit der Siedlungsentwicklung nach innen. In diesem Sammelband sind «Gute Beispiele» aus Schweizer Gemeinden versammelt, die der Verband in den Jahren 2016 bis 2017 in seinem Magazin Inforaum portraitiert hat. Erzählt wird jeweils, wie die Gemeinde die Innenentwicklung angepackt hat und welche Ergebnisse damit erzielt wurden.

SEIN Kanton Bern, Arbeitshilfe Titelblatt

Der Kanton Bern hat 2016 die Arbeitshilfe «Siedlungsentwicklung nach innen (SEin)» entwickelt. Darin zeigt er in acht Arbeitsschritten auf, wie die Gemeinden eine gute Entwicklung nach innen angehen können.

Ergänzend zu dieser Arbeitshilfe stellt der Kanton eine Sammlung guter Beispiele aus dem Kanton Bern zur Verfügung: «Siedlungsentwicklung nach innen: Gute Beispiele aus Berner Gemeinden» (2014)

Symbol Planungswegweiser Innenentwicklung

Der Kanton Aargau unterstützt die Gemeinden seit 2017 mit dem Planungswegweiser «Hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen». Damit spricht er direkt die Gemeindebehörden an. Grossen Stellenwert erhält im Planungswegweiser das Räumliche Entwicklungsleitbild, eine Strategie, welche die Grundlage für einen zukunftstauglichen Nutzungsplan bildet. Der Planungswegweiser enthält Kapitel wie Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung, Vom Räumlichen Entwicklungsleitbild zum Nutzungsplan, Mehrwertabgabe und Baupflicht etc.

Zum Planungswegweiser gehört ein Werkzeugkasten mit Praxistipps und Beispielen. So sind die Räumlichen Entwicklungskonzepte von Aarau, Buchs, Gipf-Oberfrick und Lenzburg aufgeschaltet.

Drei Kurzfilme veranschaulichen, wie die Gemeinden Zurzach, Jonen und Buchs die «Innenentwicklung konkret» angehen.

EspaceSuisse hat mit den Kantonen St. Gallen, Schwyz, Solothurn und Graubünden eine Arbeitshilfe «Ortsbildschutz und Verdichtung» verfasst. Sie zeigt, dass sich die Schutzinteressen des Inventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) und die der Verdichtung nicht generell ausschliessen. Doch müssen die Gemeinden einen geplanten Neubau gegen wertvolle Altbauten abwägen. Die Arbeitshilfe erklärt anhand von Fallbeispielen und Empfehlungen, wie das geht.

Attisholz Lehrfilm zur Testplanung der ETH Zürich

An der ETH Zürich wurden im Rahmen des MAS-Programm in Raumplanung drei Lehrfilme über die «Methode Testplanung» produziert. Ziel war es, Planungsprozesse sichtbar zu machen und den Akteuren eine Stimme zu geben. Gezeigt wird das Beispiel Attisholz im Kanton Solothurn. Für das ehemalige Industrieareal Attisholz wurde hier mit einer Testplanung die bestmögliche Lösung für eine neue, sinnvolle Nutzung des Bodens gefunden. Die Filme erklären die Testplanung anschaulich.

Wohnumfeldqualität Titelseite Studie HSR 2018

Die Hochschule Rapperswil (HSR) untersuchte, welche Qualitäten Anwohner in ihrem Wohnumfeld suchen. Man fand heraus, dass sich die Wohnumfelder für die Bevölkerung zusammensetzen aus dem Raum um das Haus und den Alltagswegen. Wichtig sind den Menschen ein gepflegtes Gesamtbild, Räume für Aktivitäten und Begegnungen sowie grosse Bäume. Die Forscher raten dazu, dass die Gemeinde den Lead übernehmen und Wohnumfeld-Qualitäten bei den Bauherren einfordern muss.

Das praxisnahe Handbuch «Wohnumfeldqualität» der HSR enthält eine Checkliste zur Beurteilung von Wohnumfeldern. Es erklärt, wie sich ein gutes Wohnumfeld planen lässt.